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Ehemaliger Borussia-Dortmund-Trainer Thomas Tuchel enthüllt die prägende Lektion, die er bei Borussia Dortmund gelernt hat.

Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat verraten, dass eine der wichtigsten Lektionen seiner Trainerkarriere aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund stammt – ein Fehler, den er nach eigenen Worten nie wieder machen wird, während die Three Lions ihre Kampagne bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 fortsetzen.

England trifft im Sechzehntelfinale im Atlanta Stadium auf die DR Kongo. Tuchel ist fest entschlossen, seine Mannschaft sicher in die nächste Runde zu führen – in einem Turnier, das bereits mehrere große Überraschungen erlebt hat.

Mit Deutschland und den Niederlanden sind bereits zwei europäische Schwergewichte nach Elfmeterschießen gegen Paraguay beziehungsweise Marokko ausgeschieden. Diese Ergebnisse zeigen, wie entscheidend die kleinsten Details in K.-o.-Spielen sein können.

Die Aussicht auf ein weiteres Elfmeterschießen weckte bei Tuchel schmerzhafte Erinnerungen an das DFB-Pokalfinale 2016, als Borussia Dortmund nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen mit 3:4 gegen den FC Bayern München verlor. Sven Bender und Sokratis Papastathopoulos vergaben damals ihre Strafstöße für den BVB.

Fast zehn Jahre später räumt Tuchel ein, dass diese Niederlage bis heute zu den prägendsten Momenten seiner Trainerlaufbahn zählt. Während seiner Stationen bei Borussia Dortmund, Paris Saint-Germain und Chelsea konnte der deutsche Trainer lediglich zwei von sechs Elfmeterschießen für sich entscheiden.

Vor dem K.-o.-Duell Englands erklärte Tuchel gegenüber den Medien, dass sein größter Fehler im Pokalfinale 2016 darin bestand, seine Mannschaft nicht ausreichend auf ein mögliches Elfmeterschießen vorbereitet zu haben.

Er erinnerte daran, dass sich beide Teams über die gesamte Spielzeit hinweg einen intensiven taktischen Schlagabtausch lieferten, wodurch die Spieler nach der Verlängerung völlig erschöpft waren. Erst nach dem Schlusspfiff wurde ihm bewusst, dass sein Trainerstab die Vorbereitung auf ein mögliches Elfmeterschießen völlig außer Acht gelassen hatte.

Laut Tuchel mussten die Verantwortlichen die Spieler damals spontan fragen, wer bereit sei, einen Elfmeter zu schießen, anstatt auf einen zuvor festgelegten Plan zurückzugreifen. Er bezeichnete dies als einen schmerzhaften Fehler, der tiefe Spuren hinterlassen habe, und gab offen zu, dass er sich selbst und seine Mannschaft damals enttäuscht habe.

Der 52-Jährige betonte, dass dieses Erlebnis seine Herangehensweise nachhaltig verändert habe. Heute sorge er dafür, dass jede K.-o.-Partie bis ins kleinste Detail vorbereitet werde – einschließlich eines möglichen Elfmeterschießens.

England hofft nun, dass sich diese akribische Vorbereitung im weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft auszahlt. Historisch gesehen haben die Three Lions im Elfmeterschießen bei Weltmeisterschaften häufig Schwierigkeiten gehabt. Von ihren bisherigen vier Elfmeterschießen konnten sie lediglich eines gewinnen – den denkwürdigen 4:3-Erfolg gegen Kolumbien im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2018.

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