Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg) – Ein schweres Flugzeugunglück hat am frühen Freitagmorgen die Schwarzwald-Region erschüttert. Nahe Titisee-Neustadt stürzte ein zweimotoriges Passagierflugzeug in ein dicht bewaldetes Gebiet ab. Nach Angaben der Behörden kamen mindestens 14 Menschen ums Leben, mehrere weitere wurden teils schwer verletzt. Die Einsatzkräfte sprechen von einer „Ausnahmesituation von bisher unbekanntem Ausmaß“.
Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich der Absturz nur wenige Minuten nach dem Start vom Flugplatz Freiburg. Anwohner berichteten von einem lauten Explosionsgeräusch, gefolgt von einem massiven Feuerschein über den Baumkronen. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen gestalteten sich aufgrund des unwegsamen Geländes äußerst schwierig. Mehrere Verletzte mussten per Rettungshubschrauber ausgeflogen werden.
Die Absturzstelle sei weiterhin schwer zugänglich, teilte die Feuerwehr mit. Die Bergung der Opfer und die Sicherung des Wracks dauern an. Die Verletzten werden in umliegenden Kliniken behandelt, einige befinden sich laut Ärzten in kritischem Zustand. Die genaue Zahl der Insassen konnte bisher nicht abschließend bestätigt werden.
Zur Ursache des Unglücks liegen bislang keine gesicherten Informationen vor. Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) haben ihre Arbeit aufgenommen. Erste unbestätigte Hinweise deuten auf einen möglichen technischen Defekt unmittelbar nach dem Start hin. Ein Pilot in der nahen Umgebung meldete zeitgleich ungewöhnliche Rauchbildung in der Luft.
Die Gemeinde Titisee-Neustadt reagiert tief betroffen. Straßen wurden weiträumig gesperrt, und Anwohner werden gebeten, das Gebiet zu meiden. Die Bürgermeisterin sprach von einem „schwarzen Tag für unsere Region“ und kündigte psychologische Unterstützung für Augenzeugen und Angehörige an.
Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte sich ebenfalls zum Unglück und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Er versprach eine umfassende Aufklärung und kündigte verstärkte Sicherheitsprüfungen für den regionalen Flugverkehr an. Die deutsche Öffentlichkeit blickt unterdessen fassungslos auf die Tragödie im Schwarzwald, deren Hintergründe noch lange zu untersuchen sein werden.



